• 18.-20. Mai 2021
  • Design Center Linz, 4020

Messeduo als Branchenbarometer heimischer Industriepioniere

Dank der Digitalisierung greifen die Welt der Automatisierung und die der Fertigung immer enger ineinander. Eine branchentechnische Verzahnung, der das Messeduo Intertool & Smart Automation Austria gerne Rechnung trägt. Veranstalter Reed Exhibitions will Synergien veranschaulichen und macht damit das Wiener Fachmesseduo zur Wissensplattform der heimischen Industrieelite.

©Reed Exhibtions Austria / David Faber
Die Zukunft im Blick: Nicht nur Datenbrillen prägen mittlerweile das Bild der produzierenden Industrie. Die Digitalisierung wird zum Erfolgsgarant und Differenzierungsmerkmal am Markt. Ein Trend, der das Messeduo Intertool & Smart Automation Rechnung trägt. 

 

Nicht nur der Trumpf Maschinen Austria widmet heuer seinen Intertool-Messeauftritt einem virtuellen Schwerpunkt, auch der Smart-Austeller Phoenix Contact will mit digitalen Dienstleistungen seinen Kunden einen Zusatznutzen stiften. Zwei Welten, die ein und dasselbe Thema zum Treiber neuer Geschäftsbereiche machen. „Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde, es dreht sich vieles darum“, so Thomas Lutzky. Der Geschäftsführer von Phoenix Contact sieht den Verbund mit der Intertool als eine Chance für jeden Besucher „sich an einem Tag in beiden Welten informieren zu können.“ Ähnlich sieht den Querverbund Gerhard Karner, Vertriebsleiter bei Trumpf. Der Paschinger Maschinenbauer will unter dem Messemotto „Let’s talk“ auf der Intertool sein Image als Lösungsanbieter weiter feinschleifen. „Eine langfristige Strategie, die die vernetzte Fertigung in den Vordergrund stellt“, so Karner. 

©Trumpf Group
Die Digitalisierung unterstützt Blechfertiger bei der täglichen Arbeit. Auf der Intertool zeigt Trumpf neue Lösungen für die vernetzte Fertigung

 

Messe als Gradmesser der heimischen Konjunktur

Stehen diese beiden Aussteller beispielhaft für das harmonierende Messeduo, so pusht Veranstalter Reed Exhibitions mit seinem Rahmenprogramm zusätzlich jene Themen, die beide Branchen beschäftigen. (Anm.: Siehe sechs Sonderschauen, die Sie nicht verpassen sollten.). Für Barbara Leithner, Managing Direktorin bei Reed Exhibitions, dient der Auftritt des produzierenden Wirtschaftssektors einerseits als jobtechnischer Umschlagplatz, aber andererseits auch als Gradmesser der heimischen Konjunktur. „Das Wiener Messeduo wird zum Treffpunkt von Politik, Gesellschaft und Industrie, denn kein anderes Format vermag alle Steakholder sowie Fachkräfte geballt an einem Ort zu versammeln“, so Leithner. Für einen der größten Smart-Aussteller verläuft die Konjunktur 2020 übrigens besser als erwartet. Beckhoff-Geschäftsführer Armin Pehlivan will ein konjunkturelles Aufatmen wahrgenommen haben. Ein Wandel, dem Beckhoff wohl selber Rechnung trägt, sieht sich das Unternehmen neuerdings als mechatronischer Brückenbauer. „Wir verketten zunehmend die Welt der Elektronik mit der Welt der Mechanik“, so Pehlivan.

©Reed Exhibtions Austria
„Das Wiener Messeduo wird zum Treffpunkt von Politik, Gesellschaft und Industrie, denn kein anderes Format vermag alle Steakholder sowie Fachkräfte geballt an einem Ort zu versammeln.“ Barbara Leithner, Managing Direktorin bei Reed Exhibitions

 

40 Jahre Intertool: Österreichs Pioniere am industriellen Puls der Zeit 

Ein Jubiläum gibt es auch zu feiern - die Intertool wird 40. Ein runder Geburtstag, der mit Stimmen aus der Vergangenheit greifbarer wird. Karl Wiefler gilt als Urgestein der Branche. Der Geschäftsführer von GGW Gruber war schon bei der allerersten Intertool im Jahr 1980 dabei. „Damals gab es nur vereinzelt automatisierte Werkzeugmaschinen“, erinnert sich Wiefler. „Dreh- und Fräsmaschinen wurden zumeist über Handräder manuell bedient.“ Dass sich seither viel getan hat, ist klar. Dies hat auch die Längenmess- und Prüftechnik (die Spezialität von GGW Gruber) stark verändert. Waren seinerzeit die Messwerte nur analog über einen Nonius ablesbar, „sind unsere Systeme heute durch die Digitalisierung vollautomatisiert und können mannlos über Nacht arbeiten“, so Wiefler. „Etwas, das zur Zeit der ersten Intertool unvorstellbar gewesen wäre“. 

©Reed Exhibitions Austria / David Faber
Wichtigste heimische Plattform: 40 Jahre Intertool: Österreichs einzige Fachmesse für Fertigungstechnik feiert ihr Jubiläum mit vielen Branchengrößen.

 

Wie wichtig die Intertool im Verbund mit der Smart Automation für den heimischen Markt ist, weiß auch Gerhard Melcher. Der Vertriebs- und Marketingleiter bei Boehlerit ist jährlich auf über 25 Industriemessen vertreten, fühlt sich aber der Heimat am stärksten verbunden. Deswegen rücken die Steirer Werkzeugspezialisten hier sogar mit drei Produktpremieren an. (Anm.: Zu sehen im Steirereck Halle A) Zur Konjunkturlage meint Melcher übrigens: „Wir haben die Talsohle der Beruhigung erreicht und gehen mit einer Seitwärtsbewegung ins Jahr 2021.“ 

 

Alles neu macht der Mai? Zumindest setzt die Branchenplattform „Intertool & Smart Automation“ ein starkes Zeichen in punkto Erwachen eines wirtschaftlichen Optimismus gepaart mit bunten Produktinnovationen. Eine Messe, als Wissensplattform, die Menschen mit Kontakten, Wissen und Emotionen verbindet.